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Karate-Champion Valera: „Ich bin kein Superman!“

Der einstige Mehrfach-Weltmeister gibt an diesem Wochenende in Regensburg eine Kostprobe seines Könnens. Regensburg. Er hat schon 49 Menschen umgebracht und wurde selber neun Mal getötet. Das war im Film. Im richtigen Leben indes war Dominique Valera fünf Mal Karate-Weltmeister, elf Mal Europameister und 17-facher französischer Meister. An diesem Wochenende wird er in der Dreifachturnhalle der Clermont-Ferrand-Schule den hiesigen Karate-Nachwuchs unterrichten; Ausrichter ist die Karate-Akademie Regensburg.

In seinen Filmrollen mimte Dominique Valera immer den Bösewicht, wie er Augen zwinkernd erzählt. Dabei spielte er u.a. zwei Mal an der Seite von Alain Delon, einmal mit Johny Halliday und in „Over The Top“ zusammen mit Silvester Stallone. Das war, nachdem er seine offizielle Wettkampfkarriere beendet hatte. Doch auch seine Filmaktivitäten hat er inzwischen an den Nagel gehängt. Aus freien Stücken, wie er betont, „denn das Leben ist kein Film.“

Im Film könne man nämlich eine Szene so oft wiederholen, bis sie richtig ist. „Im Wettkampf dagegen musst du deine Sache gleich richtig machen, sonst bist du weg vom Fenster“, weiß Valera. Und auch im Alltag könne man sich nicht beliebig viele Fehler leisten. Das ist es, was er heute dem Nachwuchs beibringen will. „Man muss Disziplin aufbringen, mit dem Kopf und mit dem Herzen bei der Sache sein.“

Valera, der es zum achten Dan gebracht hat, kümmert sich heute in Frankreich um den Nachwuchs. Karate ist bei unserem westlichen Nachbar ein beliebter Sport. Der Nationalverband zählt dort rund 230.000 aktive Mitglieder. Um in die Nationalmannschaft zu kommen, muss man sich einem strengen Ausleserfahren unterwerfen. Der „King“, wie Valera in der Szene respektvoll genannt wird, spricht dabei ein entscheidendes Wort mit.

Die Kinder und Jugendlichen besuchen nämlich eine Karateschule. Ganz wichtig dabei ist jedoch, dass auch die schulischen Leitungen in den anderen Fächern wie Mathematik, Sprachen etc. stimmen, betonnt Valera. „Denn die Wettkampfphase ist, gemessen an der Gesamtlebenszeit, nur kurz. Hinterher müssen sich die jungen Sportler auch im Allgemeinleben behaupten können.“  Das erklärt er den Kindern immer wieder.

Nicht zuletzt auch deshalb habe er seine Filmkarriere beendet. Um den Kindern keine Illusionen vorzugaukeln. „Ich bin nicht Superman“, sagt er „und die Kinder sollen auch nicht glauben, dass es einen Superman gibt“. Den Filmhelden sollen andere spielen. Jean-Claude van Damme zum Beispiel, „der macht das ganz ordentlich“, sagt Dominique Valera und zeigt wieder sein schelmisches Augenzwinkern.

Für den Karate-Sport hat sich der in Lyon geborene Sohn spanischer Eltern als 14-jähriger Junge entschieden, um sich Anerkennung zu verschaffen.  Denn als Ausländerkind sei er oft gehänselt worden, erzählt er. Die enorme Disziplin, die er beim Karatetraining habe aufbringen müssen, habe ihn aber auch davor bewahrt, auf die schiefe Bahn zu geraten. „In den Zeitungen konnte ich nämlich allzu oft nachlesen, wie es anderen Ausländerkindern ergangen ist.“ Das habe dann immer im Polizeibericht gestanden.

700 Profikämpfe hat Dominique Valera in seiner aktiven Laufbahn bestritten, ehe er 1983 die Handschuhe an den Nagel hängte. Doch Karate blieb sein Lebensinhalt. So wird er auch in diesem Wochenende den Regensburger Sportlern einen Teil seines Könnens vermitteln. „Dabei werden wir sehen, wie weit die Grundkenntnisse entwickelt sind, um darauf aufzubauen.  Denn nur wenn das Fundament gut ist, lässt sich darauf aufbauen“, sagt er.

Um diese Grundfertigkeiten zu beherrschen seien Voraussetzungen nötig, die auch im „normalen“ Leben wichtig und hilfreich sind: „Fleiß, Fleiß und nochmal Fleiß. Dazu Genauigkeit und Respekt vor den anderen!“.

Dominique Valera ist heute „58 Jahre alt plus Mehrwertsteuer“, wie er sagt. Und er besticht immer noch durch eine  unglaubliche Fitness. Wie er sich die erhält? „Mit Karate. Und zwar täglich!“

2011 11 27 karate champion valera ich bin kein superman

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Karate-Akademie Regensburg
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